Abstimmungsvorlage

Die Stadtberner Stimmbevölkerung sagt mit 58,32 Prozent Ja zum neuen Farbsack-Trennsystem. Nach diesem Ja an der Urne ist die schrittweise Einführung in den einzelnen Stadtteilen (ohne Innere Stadt) zwischen 2022 und 2026 geplant. Begonnen wird Mitte 2022 im Stadtteil 3 Mattenhof-Weissenbühl. Die Nutzung des Farbsack-Trennsystems ist freiwillig und steht auch dem Gewerbe offen. Die heutigen Sammelstellen bleiben bestehen.

Farbsack-Trennsystem mit Containerpflicht

Um die Schwächen des heutigen Entsorgungssystems zu beheben und das Entsorgungsangebot zu verbessern, möchte die Stadt Bern das Farbsack-Trennsystem verbunden mit einer allgemeinen Containerpflicht für alle Siedlungsabfälle einführen. Die Neuerungen werden in allen Stadtteilen ausser der Inneren Stadt schrittweise ab Mitte 2022 eingeführt.
Das System wird aktuell in mehreren europäischen Städten erfolgreich eingesetzt, unter anderem in Oslo (Norwegen), Eskilstuna (Schweden) und Nantes (Frankreich). In der Stadt Bern wurde es bei 1’300 Haushalten erfolgreich getestet.

Separatabfälle zuhause sammeln

Beim Farbsack-Trennsystem können Separatabfälle wie Glas, Büchsen oder PET-Flaschen getrennt in verschiedenfarbigen Säcken gesammelt werden. Neu wird es auch möglich sein, Plastikverpackungen wie Shampooflaschen oder Joghurtbecher zu recyclen. Ist ein Sack voll, wird dieser in einem Container vor dem Haus entsorgt. Der Gang oder die Fahrt zur Sammelstelle sind nicht mehr nötig. Papier und Karton können lose in den Container geworfen werden, das Bündeln entfällt. Die Nutzung der Farbsäcke ist freiwillig, die bisherigen Entsorgungsmöglichkeiten bleiben bestehen.

Hauskehricht nur noch in Containern

Neu müssen auch die blauen Kehrichtsäcke sowie Papier und Karton in Containern bereitgestellt werden. Im Gegenzug müssen die Abfälle nicht mehr in der Wohnung zwischengelagert, sondern können in den Containern deponiert werden. Sowohl die Kehricht-Container als auch die Farbsack-Container werden von der Stadt Bern kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Container müssen grundsätzlich auf privatem Boden platziert werden. Ist dies nicht möglich oder zumutbar, wird gegen Entrichtung einer Ersatzabgabe eine Lösung auf öffentlichem Grund angeboten.

Abstimmungsbotschaft:
Weitere Unterlagen: